Heute habe ich mal ausgeschlafen! Los ging’s dann also um 7:30 Uhr, die Posada und der ganze Ort waren noch im Tiefschlaf. Aus Liendo raus über eine leichte Anhöhe im Sonnenaufgand nach Laredo. Am endlos langen Strand von Laredo war ich nach einer guten Stunde angekommen und suchte mir als erstes ein nettes Café für mein obligatorisches Frühstück, Café con Leche, Orangensaft, Sandwich und ein Croissant.
Frisch gestärkt sollte es entlang dem Strand nach El Puntal gehen und dort wollte ich mit dem Boot nach Santoña übersetzen. Nach wenigen Metern rief mir ein älterer Spanier freundlich zu „no barco!“ Also kein übersetzen mit dem Boot. Plan B ist dann über den Landweg nach Colindres, dort über die Brücke und dann über Cicero entlang der CA-241 nach Santoña, was leider einen Umweg von ca. 9 km bedeutet. Was soll‘s, geht ja nicht anders, also auf nach Colindres.
Dort überquerte ich dann den Ria de Treto über die Brücke und ich folgte weiter der N-634 bis Cicero. Dort ging es dann entlang der CA-241 durch den Parque Natural Marismas de Santoña, bis kurz vor Santoña! Hier stoppte dann ein freundlicher Polizist meinen flotten Marsch und erklärte mir, dass Santoña wegen Covid-19 gesperrt sei und ich es über Argoños umgehen müsste. Sauber, hat mich jetzt hier auch noch Corona eingeholt. Also wieder 500 Meter zurück zur Straße nach Argoños. Von dort aus wollte ich dann wieder Richtung Küste und dann am Strand entlang nach Noja, aber auch dieses Unterfangen wurde am Ortsausgang, diesmal von einem Beamten der Guardia Civil gestoppt. Also zurück nach Argoños, dort setzte ich mich vor einer nicht geöffneten Bar (alle hatten sie geschlossen) an einen Tisch und checkte die Optionen. Einzig brauchbar war letztendlich auf den direkten Weg nach Castillo Siete Villas zu laufen, vorher ging ich aber noch in den lokalen Supermarkt und füllte meinen Wasser-, Bananen- und Brotzeitvorrat auf, zusätzlich habe ich mir noch eine Dose Amstel-Radler eisgekühlt für die Ankunft am Tagesziel gekauft. Durch die Einkäufe hat mein dicker Kumpel (Rucksack) mal schnell um schlappe 2,5 Kilo zugelegt, aber was soll’s, die restliche Strecke war ja weitgehend eben.
Ca. 1 Kilometer vor dem Tagesziel stand links des Weges eine kleine Bank mit schönen Blick auf einen alten Turm, dort musste dann vorzeitig das Amstel-Radler dran glauben, mann war das Lecker. 15 Minuten später war ich dann, nach doch wieder 31 km glücklich am Ziel.
Danke an meine liebe Frau für die heutige Motivationsspende.
Erkenntnis des Tages:
Es kommt meistens anders als man denkt
Buen Camino
Klaus




























Forward ever, backward never 👍🔥
Klaus, das war tapfer und das Radler hast du dir wirklich verdient. Hoffe, dass Covid dein Vorhaben, deinen Weg nicht weiter beeinträchtigt. Alles Gute und bleib xund!