Die heutige Etappe von El Haya nach Hazas-Liendo führte über weite Strecken entlang der Bundesstraße N-634. Vor allem als ich um 6:30 Uhr startete war es noch stockfinster und ich kramte erstmal meine Stirnlampe raus. Relativ zügig lief ich durch Ontón und Mioño, in beiden Orten herrschte noch ausgeprägte Nachtruhe und nix war‘s mit einem Frühstück.
Irgendwann sind wohl mal Jim Knopf und Lukas nach Mioño gekommen und sind dort wie auch immer abgestützt, auf jeden Fall haben sie Emma, ihre Lokomotive dort abgestellt und vergessen. Über eine leichte Anhöhe ging es weite nach Castro-Urdiales, ein wunderhübscher Ort. Ich lief entlang der Uferpromenade, vorbei am neuen Hafen zum Alten, dort setzte ich mich in ein kleines Straßencafé mit Blick auf den alten Hafen und dahinter den Leuchtturm und die Kirche. Mein Platz für ein geniales Frühstück.
Nach dem Frühstück habe ich mir dann noch die Kirche angesehen, habe eine wunderbare kleine Bucht mit 2 genialen Skulpturen entdeckt und bin dann entlang der Playa de Ostende Richtung Stierkampfarena. An dieser ging es links hoch, in einem Tunnel unter der Autobahn durch Richtung Campingplatz. Weiter nach Allendelagua, kurz darauf passierte der Weg wieder die Autobahn und führte über eine schönen schmalen Pfad entlang der Küste nach Islares. Dort ging es dann leider wieder direkt entlang an der N-634 bis El Pontarrón. Hier gönnte ich mir in einer etwas unfreundlichen und überteuerten Bar ein Schinken-Käse-Omlette-Baguette. Am Kreisverkehr ging es links auf die CA-151 bis Guriezo, dort wieder links bis zur Kirche nach La Magdalena.
An der Kirche ging es dann rechts und da war dann der Traum eines jeden Hobby Pelegrino. Nach bereits 28 gelaufenen Kilometern, galt es nun bei gefühlten 35° nochmal gut 200 Höhenmeter steil mit dem dicken Kumpel auf dem Rücken, welcher überhaupt keine Lust hatte und immer nach unten zog, in der prallen Nachmittagssonne den Berg hoch. Völlig ausgepumpt erwartete mich oben dann ein Empfangscommittee, bestehend aus einer Rinderherde mit Kälbern und einem Stier.
Von nun an ging es die restlichen ca. 10 Kilometer weitestgehend bergab und ich kam nach knapp 10 Stunden in meiner wundervollen Posada La Torre de La Quintana an.
Danke an Herrmann, Robin und meine liebste Frau Claudia für die großzügigen Spenden, genau heute brauche ich etwas Luxus.
Erkenntnis des Tages:
Auch nach 28 km und brütender Hitze schafft man noch so einiges.
Buen Camino
Klaus










































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