Nach der Entspannung gestern ging es heute wieder auf den Pilgerpfad, um 6:30 Uhr startete ich in Bilbao Richtung Portugalete. Ich folgte dem Fluss auf der gut ausgebauten Uferpromenade. Nach Bilbao ging es durch mehr oder weniger heruntergekommene Industriegebiete unspektakulär weiter, einzig der in einer Halle stehende Lidl hatte etwas ausgefallenes.
Nach ca. 2 Stunden tauchte nach einer Biegung das Stahlgerippe der außergewöhnlichen Hängefähre von Portugalete auf. Wenig später war ich dort angekommen und löste ein Ticket für die nächste Überfahrt, welche alle 8 Minuten stattfindet. Die Fähre transportiert neben Fußgängern, Radfahrern auch Autos, sehr speziell. Am anderen Ufer gönnte ich mir ein kleines Frühstück mit Blick auf den Fluss und die Hängefähre. Gestärkt lief ich weiter durch die Stadt den Berg hoch, selbstverständlich neben dem Pilgerförderband, so nannte ich die Rollsteige – ähnlich wie an Flughäfen – welche den Berg hochführten. Aus Portugalete führte dann ein gut ausgebauter Rad und Fußweg über diverse Brücken über die mehrspurige Autobahn und entlang dieser nach La Arena. Interessanterweise gab es hier sogar immer wieder Abzweigungen auf sogenannte Parkplätze für die Fußgänger, ähnlich wie auf Autobahnen mit Tischen und Bänken. Auf dem Weg nach La Arena konnte ich bereits den ersten Blick auf das Meer werfen,
den der Weg näherte sich wieder der Küstenlinie. Am Strand von La Arena setzte ich mich in eine Bar, kaufte mir ein Sandwich und eine große Flasche Wasser. Dann hing ich meine Laufschuhe an den Rucksack und es ging Barfuß über den Strand.
Die meine ausgelatschten Füße umspielenden Wellen waren eine solche Wohltat, man glaubt es kaum.
Am anderen Ende des Strandes mussten dann doch die Schuhe wieder an die Füße und es ging nach einer endlosen Treppe über einen sehr gut ausgebauten Wanderweg ca. 50 Meter über den Meer entlang der Steilküste weiter nach El Haya wo ich mir kurz vor Onton ein Hotel gebucht hatte. Kurz vor der Ankunft passierte ich noch die Provinzgrenze und verließ das Baskenland nach Kantabrien. Das Baskenland hatte ich nun nach ca. 170 km hinter mir gelassen, die erste von 4 Provinzen abgehackt.
Vielen Dank für die heutige Unterstützung an Birgit, Robert und meine liebe Frau Claudia.
Erkenntnis des Tages:
Am Meer ist es am schönsten
Buen Camino
Klaus









































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