Heute ging es wieder früh raus, um 6:30 Uhr war ich mit einer Frühstücksbanane und der Stirnlampe bereit den Camino nach Santander zu laufen. Der schlechte Plan war eigentlich nach ein paar Kilometern an einer schönen Bar am Meer zu frühstücken, aber weit gefehlt, die Küste war doch erheblich weiter weg als gedacht und der Weg dorthin echtes Entwicklungsland in Sachen Bars, Cafés oder Tavernen. Entweder nicht vorhanden oder geschlossen.
Also schlappte ich erstmal über San Miguel de Meruelo und Bareyo über Nebenstraßen und Feldwege Richtung Guemes.
Die Sonne ging nun auch so langsam auf und vor Guemes biegt der Camino links ab Richtung der Ermita de San Julian, einer kleinen Kirche, welche sich eher als Pilgermuseum darstellte. Im Inneren waren die Gästebücher der letzen Jahre ausgelegt und man konnte in Ruhe darin blättern und die Einträge früherer Pilger nachlesen. Auch ich habe mich gebührend im aktuellen Gästebuch eingetragen. An den Wänden hingen diverse Bilder, welche Pilger hier hinterlassen haben. Der kleine Umweg um Guemes herum hat sich wirklich gelohnt. Von Guemes ging es entlang der CA-443 nach Galizano.
Von hier aus ging es dann Richtung Norden wieder an die Küste, dort folgte der schmale Weg immer der Küstenlinie oberhalb der Steilküste und man hatte gut darauf zu achten, dass man vor lauter schöner Aussicht nicht vom Weg abkam. Schöne unerschlossene Sandstrände eingerahmt von felsigen Steilküsten, sehenswert. In Loredo führt der Camino dann direkt an den Strand. Hier hieß es dann erstmal raus aus den Schuhen und Socken und barfuß am Strand entlang, die Füße immer wieder vom Wasser umspült, die 3 Kilometer bis Somo laufen, wunderbar!
Da es von Somo mit dem Schiff nach Santander weitergehen sollte, enterte ich geradewegs die nächste Strandbar und bestellte mir ein großes Radler, Wasser, ein Sandwich und Patatas Fritas, ein Hochgenuss und ich musste ja eigentlich nur noch auf das Boot.
Nach dem von Helga, Erich und meiner lieben Frau gesponserten Mahl ging ich dann Richtung südlichen Strand, wo das Boot alle 30 Minuten nach Santander ablegt.
In Santander schlenderte ich noch etwas durch die Stadt, sammelte ein paar Eindrücke und ging dann doch etwas geschafft Richtung meiner Unterkunft mit sensationellen Blick über die Bucht.
Einsicht des Tages:
Umwege sind es wert gegangen zu werden
Buen Camino
Klaus












































In Gedanken immer bei dir ❤️
Schöne Bilder – schöne Geschichte. Santander ist schon „eine Hausnummer“, wenn man sich überlegt, die ganze Strecke zu Fuß zu laufen. – Hast Du eigentlich Kontakt zu anderen „Pelegrinos“ in gleicher Zielrichtung – oder entgegengesetzt? Bisschen Erfahrungsaustausch, Unterkunfttipps etc.? Oder bist Du als „Lonely Wolf“ unterwegs? – Viele Fragen und ein Wunsch: Gute Nacht und Erholung. LG von Helga u. mir.
Hallo Erich,
In den letzten 10 Tagen hatte ich mich mit einem Franzosen etwas ausgetauscht, der läuft dieses Jahr aber nur bis Santander, ansonsten ist so gut wie nichts los, hab bis jetzt lediglich eine Handvoll Pelegrinos gesehen. Auch die meisten Unterkünfte haben geschlossen, was mich aber nicht stört, bin bis jetzt gut mit AirBnB oder Booking.com immer untergekommen.
Viele Grüße und Buen Camino
Klaus