Die heutige Etappe startete gegen 7:00 Uhr in Tomar. Zuerst ging es über die Marques do Pombal Brücke über den Fluss, vorbei an Gullikunst, der Stierkampfarena und einer Infanteriekaserne, wo gerade mit Trompetenspiel das Wecksignal ertönte. Nach einem kurzen Stück Landstraße und kommt dann auf einen Feldweg, welcher bald über die in der Gegend bekannte Ponte de Peniche führt.
Obwohl es heute Nacht durchgehend geregnet hat, war der Weg bis Casais noch gut begehbar. Nach kurzer Strecke auf der sehr ruhigen Landstraße erreicht man Soianda und nach einem steilen Abstieg und anschließenden Aufstieg den Ort Calvinos etwas außer Atem. Laut Pilgerführer sollte es dort eine Bar geben und ich freute mich schon auf mein Frühstück. Die Bar gab es zwar, aber zu Essen gab es nix, das alte Mütterlein hinter dem Dresen konnte mir lediglich einen guten Café com Leite servieren, was soll’s. Als ich gerade die Bar verlassen wollte, kam eine Pelegrina herein, wir begrüßten uns mit einem freundlichen Bom dia und Bom Camino, dann musterte mich kurz und sagte: „Deutscher, aus Bayern?“. Sieht man natürlich an meiner obligatorischen kurzen Lederhose. Es stellte sich heraus, dass sie aus Schongau war, wir unterhielten uns kurz und dann ging es für mich auch schon wieder weiter. Über Freguesia de Alviobeira und Ceras ging es dann weiter nach Portela de Vila Verde.
Der Weg dorthin ging aber wieder etwas anstrengend über stark verwucherte Feldwege vorbei am östlichsten Teil der Zentralroute. Da ich in Portela de Vila Verde trotz auslautender Aussage des Pilgerführers keine Taverne oder Bar fand, war mal wieder Selbstversorgung (Schinkensemmel, Kekse und Banane) angesagt. Und man möchte es nicht glauben, bei dem permanente Regen, kein Regen, Nieselregen, etc. kam doch tatsächlich die Sonne für ein Selfie heraus, länger aber auch nicht. Das Wetter war heute leider sehr uneinheitlich, bis hierhin konnte ich den Poncho bestimmt schon 10 mal an- und wieder ausziehen. Dank der Instant Poncho Methode klappt dass aber innerhalb weniger Sekunden, sogar ohne den Rucksack abnehmen zu müssen. Weiter führt der Weg über Daporta auf der Landstraße vorbei an Olivenhainen nach Cortiça.
An der Kirche, welche aussieht wie eine Burg geht es rechts aus dem Ort wieder hinaus. Am Ortsende verabschiedete mich noch ein kleines einsames Schwein am Straßenrand mit lautstarken Grunzen. Nach einiger Zeit biegt der Camino links auf sehr kleine Kopfsteinpflasterstraßen ab und führt an diversen kleineren Siedlungen oder Gebäuden vorbei nach Alvaiázere. Ach ja, bevor ich es vergesse, auf der Strecke haben mich 2 mal kleiner Hundegruppen kräftig auf der Straße angebellt, keine Angst, die wollen nur gestreichelt werden. Die haben mehr Angst als wir. In der heutigen Unterkunft Residencial o Bras gibt es noch ein kleines Lokal, hier gibt es nachher noch ein kleines Abendessen gesponsert von Max.
Erkenntnis des Tages
Mit der richtigen Technik geht alles leichter (Instant Poncho)
Bom Caminho
Klaus


































Lb. Klaus, Deine Instant – Poncho – Methode klingt interessant, doch solltest Du uns, vielleicht mit einer Reihe von Selfies, zeigen wie sie funktioniert. Ansonsten gutes Ausruhen!
Lb Grüße Helga und Erich
Hallo Erich,
wenn Du im Text auf den Link klickst, bekommst Du ein Erklärvideo.
Viele Grüße
Genial die Instant Poncho Methode 🤩👍🏼☀️🥳❤️