Die heutige Etappe ans Ende der alten Welt ist eine ganz spezielle Etappe, denn sie markiert auch das Ende einer sehr außergewöhnlichen und wunderbaren Reise. Aus diesem Grund starte ich heute mit gemischten Gefühlen gegen 9:00 Uhr auf meine letzte Etappe zum Kilometer 0 am Cabo Fisterra.

Der Weg führt kurz am Strand von Cee vorbei und verlässt dann die Stadt über kleine Seitenstraßen nach Corcubión. In Corcubión geht es vorbei an der Iglesia de San Marcos über einen kleinen Platz und danach über einen „verwunschenen“ schmalen Pfad zwischen hohen Mauern aus dem Ort. Über einen Waldweg geht es nach Vilar de Duio, bei San Roque kreuzt der Weg die AC-445 um nahe der Hauptstraße auf einem Waldweg nach A Amarela zu verlaufen.  Ab hier geht es über Estorde weitgehend entlang der AC-445 bis nach Sardiñeiro, wo ich mir ein „Kurzstreckenfrühstück“, sprich Café con Leche, gönnte. In Sardiñeiro verlässt der Camino wieder die Hauptstraße und verläuft bis Fisterra mit einigem Abstand zu ihr über einen sehr gut ausgebauten Waldweg bis zur Praya de Langosteira und dann weiter nach Fisterra. Im Ort habe ich mir im Supermarkt noch eine Dose Radler gekauft, welche ich mir dann am Kilometer 0 spendieren werde. Der Camino schlängelt sich nun durch Fisterra und verläuft dann ab der Kirche Santa Maria das Areas neben der Straße zum Leuchtturm von Fisterra. Ungefähr 500 Meter vor dem Kilometer 0 begrüßt mich freudig ein Pilger aus 10 Metern Entfernung mit „Servus Klaus“, es war Patrick aus Straßburg, wir hatten uns vor 2 Tagen beim Pilgerabendessen in der Albergue in A Peña kennen gelernt, aber vergessen die Telefonnummern auszutauschen. War das eine Freude und Patrick meinte, wenn der Weg will, dass Du zusammenkommst, dann führt er Dich auch zusammen. Wie recht er hatte. Und ein Foto gag es auch noch. Leider musste Patrick heute noch zum Bus, aber wir sehen uns bestimmt eines Tages in Straßburg oder München wieder. Buen Camino Patrick! Für mich ging es dann in großen Schritten weiter zum sogenannten Kilometer 0, dem Ende einer außergewöhnlichen und wunderbaren Reise. Wie versprochen habe ich die beiden Glücksbringer (zwei kleine Holzmarienkäfer) welche mir von lieben Freunden mitgegeben wurden am Ende der Welt beim bronzenen Pilgerstiefel in die Freiheit entlassen und natürlich habe ich mir die Dose Radler spendiert.

 

Erkenntnis des Tages

Die Reise ist nun zu Ende, aber die Eindrücke werden für immer bleiben

 

Vielen Dank an Meli und Christian für das Frühstück und an meine liebe Claudia für die Motivation.

 

Buen Camino
Klaus