Der heutige Tag begann früh um 6:00 Uhr, denn es stand eine ca. 45 Kilometer lange Etappe auf dem Plan. Nicht freiwillig, aber da es auf der heutigen Route nur die ersten 20 Kilometer vernünftige Unterkunftsmöglichkeiten gab und dann erst wieder nach 45 Kilometern in Cee, musste ich mich entscheiden nur eine kurze Etappe zu laufen oder doch nochmal richtig Gas zu geben. Etappen unter 20 Kilometer sind keine, also blieb nur der lange Marsch.
Also ging es heute sehr früh, mal wieder mit Stirnlampe und im Mondschein in A Peña los, die ersten 5 Kilometer bis Vilaserío ging es weitgehend an der Straße entlang, kurz vor Vilaserío geht es links durch einen kleinen Wald an der Alberge vorbei und ich staunte nicht schlecht, dass es hier Erdinger Weißbier zu Münchner Preisen gibt. Nach Vilaserío verlässt der Weg die Straße und verläuft entlang kleinerer Landstraßen oder Waldwegen an Cornado, Maroñas und Santa Mariña vorbei nach Lamelas.
Am Ortseingang gab es gleich eine Taverne und für mich war wieder Zeit für ein Frühstück. Die nächsten ca. 10 Kilometer ging es über Feldwege vorbei an A Gueima, Vilar do Castro, Lago und Corzón nach Ponte Olveiro, hier gab es nochmal einen Café con Leche, schließlich ist es heute eine extralange Etappe. Weiter ging es bis Olveiroa entlang der AC-3404, am Ortsende biegt der Weg dann links auf einen Feldweg
ab und führt über ländliche Landschaften vorbei an einem stolzen Stier mit seiner Herde nach Logoso. In Logose machte ich Mittagspause und stärkte mich mit einem Salat und einem Schinken-Käse-Sandwich. Frisch gestärkt ging es dann weiter über Hospital zum Entscheidungspunkt Muxía oder Fisterra. Ich ging links und ab hier bis ins 14 Kilometer entfernte Cee gab es keinerlei Versorgung mehr. Der gut ausgebaute Feldweg führte über einige leichte Anhöhen vorbei an der Capilla da Nosa Señora das Neves bis kurz vor Cee um dann dort steil 250 Höhenmeter in den Ort hinunterzuführen.
Die Strecke wäre echt schön gewesen, hätte es nicht ab der Kapelle fürchterlich zu regnen und stürmen begonnen. So kam ich dann doch wieder mit durchweichten Schuhen und wie ein begossener Pudel von mitleidig dreinsehenden Passanten mit einem Buen Camino begrüßt in Cee in meinem Hotel an.
Erkenntnis des Tages
Ich bin ein VW Käfer, er läuft und läuft und läuft
Vielen Dank an meine liebe Claudia für die heutige Motivation.





































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