Als erstes mal einen großen Dank an alle, welche nach gestrigen Etappe versucht haben, mir gut zuzureden und Mut zu machen, tat gut.
Da der gestrige Tag etwas anstrengend war, war ich mir heute nicht sicher, wie weit ich kommen würde, Zumaia ca. 10 km war das Minimalziel.
Ich bin also wieder kurz vor Sonnenaufgang in Zarautz gestartet und wählte den Weg entlang der Küstenstraße, denn ich wollte nicht schon wieder mit einem kräftigen Anstieg beginnen. Nach einem kurzen Blick zurück auf die Uferpromenade von Zarautz folgte ich also der Uferstraße auf dem gut ausgebauten Fußweg Richtung Getaria. Meine Füße liefen wie von selbst, vermutlich auch, weil ich heute gefrühstückt hatte, nach Getaria, einem kleinen Fischerdorf. Durch den Ort blieb ich an einem Straßencafé hängen und gönnte mir ein weiteres Frühstück, Café con Leche und ein Crossant, heute läuft es!
Weiter ging es nun wieder dem offiziellen Jakobsweg folgend nach Askizu, wobei mich fast den ganzen Weg das „Nicht kacken“-Schild beschäftigte. War es tatsächlich das, wonach es offensichtlich aussah, ein simples „Nicht kacken“-Schild aufgestellt von einem pilgerüberdrüssigen Anwohner oder war es der Stille Protest eines zum sitzen gezwungenen Stehpinklers? Auf welche Gedanken man auf dem Camino nur kommt, sensationell.
Von Askizu ging es durch wunderschöne Landschaften oberhalb des Meeres nach Zumaia und auch dort führte mich am Hafen der Weg in ein Café zu einem weiteren Café con Leche und frischem Orangensaft.
Kurz nach Zumaia stand auf einem Stein geschrieben, dass es nach Santiago noch 763 km wären, störte mich heute gar nicht, es lief ja. Einige Kilometer weiter kam ich über eine kleine Kuppe und sah einen Parkplatz mit Tagescampern und einem Kioskwagen. Heute meinte der Camino es wirklich gut mit mir, diesmal zog ich aber ohne ein weiters Frühstück weiter. Danach teilte sich der Weg wieder in den offiziellen gut ausgeschilderten Jakobsweg über die Hügel oder der weniger gut ausgeschilderten Alternativroute entlang der Küste. Ich folgte dem Weg der Küste mit atemberaubender Landschaft. Nach einigen Kilometern entfernte sich der Weg wieder etwas von der Küste und führte durch unübersichtliche Wäldchen und es kam wie es kommen musste, bin mal wieder falsch abgebogen.
Hatte es aber nach ca. 150 Metern bemerkt, aber noch das schöne Bild von dem Torbogen gemacht, heute lief es halt. Kurz vor Deba ging es nochmals 200 Höhenmeter hoch auf einen Hügel mit der schönen alten Kapelle Ermita Santa Catalina. Danach ging es wieder sehr steil bergab nach Deba und meine Füße wurden hier mit einem kühlen Bad in der Meeresbrandung belohnt.
Danke an meine liebe Frau Claudia für die Motivationsspende.
Erkenntnis des Tages
Gut vorbereitet geht manches leichter
Buen Camino
Klaus











































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