Als erstes mal einen großen Dank an alle, welche nach gestrigen Etappe versucht haben, mir gut zuzureden und Mut zu machen, tat gut.
Da der gestrige Tag etwas anstrengend war, war ich mir heute nicht sicher, wie weit ich kommen würde, Zumaia ca. 10 km war das Minimalziel.
Ich bin also wieder kurz vor Sonnenaufgang in Zarautz gestartet und wählte den Weg entlang der Küstenstraße, denn ich wollte nicht schon wieder mit einem kräftigen Anstieg beginnen. Nach einem kurzen Blick zurück auf die Uferpromenade von Zarautz folgte ich also der Uferstraße auf dem gut ausgebauten Fußweg Richtung Getaria. Meine Füße liefen wie von selbst, vermutlich auch, weil ich heute gefrühstückt hatte, nach Getaria, einem kleinen Fischerdorf. Durch den Ort blieb ich an einem Straßencafé hängen und gönnte mir ein weiteres Frühstück, Café con Leche und ein Crossant, heute läuft es!
Weiter ging es nun wieder dem offiziellen Jakobsweg folgend nach Askizu, wobei mich fast den ganzen Weg das „Nicht kacken“-Schild beschäftigte. War es tatsächlich das, wonach es offensichtlich aussah, ein simples „Nicht kacken“-Schild aufgestellt von einem pilgerüberdrüssigen Anwohner oder war es der Stille Protest eines zum sitzen gezwungenen Stehpinklers? Auf welche Gedanken man auf dem Camino nur kommt, sensationell.
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Etappe 2 begann schon chaotisch und sollte sich dann auch noch so weiter entwickeln. Doch von Anfang an, eigentlich wollte ich wieder so gegen 6:00 Uhr lospilgern, hatte aber verschlafen. Um 7:00 Uhr war ich dann doch endlich bereit meinen Rucksack nach Zarautz zu wuchten, allerdings nicht mehr vollständig, das Tarp und das Solarpanel (die Leistung war grauenvoll) hatte ich im Zimmer zurückgelassen und damit war mein schwerer Kumpel gleich mal um 1,7 kg leichter. Ich ging also entlang der wunderschönen noch fast menschenleeren Strandpromenade Richtung Westen um dann am Ende von San Sebastián der ersten Aufstieg zu meistern, ging schon besser, aber der schwere Kumpel muss sicher nochmal abnehmen. 
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