Wie schon verinnerlicht, ging es auch heute wieder um 07:00 Uhr los, diesmal allerdings bei strömenden Regen. Aber wie heißt es so schön, es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Stimmt, also bin ich voll ausgerüstet mit Regenponcho und Gamaschen gestartet.
Da die Unterkunft Casa das Portas zwar zu Azinhaga gehört, aber ca. 500 m davor liegt, ging es erstmal nach Azinhaga, schnell lag der kleine Ort hinter mir und es ging auf einer sehr sehr ruhigen Landstraße nach Golegã – der Hauptstadt der Pferde – wie es auf einer Hinweistafel am Ortseingang steht. Landstraße war mir heute ganz recht, denn es hatte die ganze Nacht geregnet und tat es noch immer und da graute mir bereits vor den schnell überschwemmten und sehr matschigen Feldwegen. Weiter über Landstraßen ging es dann nach São Caetano und zur Ruine der Quinta da Cariga. Man kann leider nur erahnen, welch ein toller Gebäudekomplex dies am Ufer des Tejo war, aber sehr beeindruckend.
In Atalaia habe ich dann in einer Seitenstraße eine kleine Bar gefunden und mir dort ein Frühstück gegönnt. Vielen Dank an Helga und Erich für das Sponsoring. Ca. 2 km nach Atalaia auf dem Weg nach Grou kam es wie es kommen musste, der Camino biegt hier rechts in den Eukalyptuswald auf einen Feldweg ab.
Anfangs war es noch ganz ordentlich, aber später an diversen Steigungen haben sich meine Befürchtungen bewahrheitet, Schlammbäder soweit das Auge reicht. Auch sind bis Grou einige Steigungen, im Vergleich zum bisherigen Flachland war das schon eine kleine Bergetappe. Kurz nach Grou erreicht man dann wieder über eine kleine Landstraße Asseiceira, danach folgt der Camino dann allerdings der N110 bis zur Autobahnauffahrt Tomar, nicht schön, aber da muss man durch. Unter der Autobahn durch überquert man den nächsten Kreisverkehr und hält sich gleich nach der Eisenbahnbrücker wieder rechts auf einen Feldweg entlang der Bahnlinie. Ca. 3 km vor Tomar kommt der Camino wieder auf die N110, der man bis Tomar dann folgt. An der Hauptstraße habe ich in einem kleinen Spar-Laden noch meine Vorräte aufgefüllt (Wasser, Notfallsnacks, Bananen) und dann im Thomar Story Guesthouse eingecheckt.
Erkenntnis des Tages
Südländer können keine Wasserfesten Feldwege
Bom Caminho
Klaus































❤️