Mein Reisetagebuch auf den verschiedenen Caminos

Monat: September 2020 (Seite 5 von 6)

Etappe 6 – Guernica nach Bilbao

Die heutige Etappe von Guernica nach Bilbao sollte eine Monsteretappe werden. Am Morgen kurz vor 7:00 Uhr verabschiedete mich die Statue des singenden Gitarrenspielers aus Guernica. Unterwegs kam ich noch an einer Pilgerstatue neben einer Pilgerkarte vorbei, diese behauptete die Etappe wäre ca. 28,9 km lang und es müssten 897 Höhenmeter bewältigt werden. GELOGEN, es waren sage und schreibe 34,13 km und 941 Höhenmeter. Weiterlesen

Etappe 5 – Markina-Xemein nach Guernica

Die heutige Etappe von Markina-Xemein nach Guernica widme ich Andoni. Andoni war mein Vermieter des Zimmers in Markina-Xemein und er war außergewöhnlich gastfreundlich. Obwohl ich nur ein Zimmer gemietet hatte, bekam ich abends noch einen leckeren Thunfisch mit Zwiebeln und Kartoffeln, dazu einen Rioja und am nächsten Morgen noch ein Frühstück. Vielen Dank Andoni. Weiterlesen

Etappe 4 – Deba nach Markima-Xemein

Die heutige Etappe führt von Deba in das ca. 25 km entfernte Markima-Xemein. Ich startete heute wieder gegen 6:30 Uhr morgens noch vor Sonnenaufgang. Laut Reiseführer sollte ich nach dem Bahnhof rechts über die Fußgängerbrücke den Fluß überqueren. Der Einstieg gestaltete sich jedoch etwas schwierig, da im Reiseführer der Hinweis fehlte, vor dem Bahnhof die Gleise zu überqueren! So irrte ich erst einmal etwas hin und her, bis mich eine freundliche Dame quasi an die Hand nahm und mir den Einstieg zeigte. Als Pelegrino wird Dir halt geholfen. Weiterlesen

Etappe 3 – Zarautz nach Deba

Als erstes mal einen großen Dank an alle, welche nach gestrigen Etappe versucht haben, mir gut zuzureden und Mut zu machen, tat gut.

Da der gestrige Tag etwas anstrengend war, war ich mir heute nicht sicher, wie weit ich kommen würde, Zumaia ca. 10 km war das Minimalziel.

Ich bin also wieder kurz vor Sonnenaufgang in Zarautz gestartet und wählte den Weg entlang der Küstenstraße, denn ich wollte nicht schon wieder mit einem kräftigen Anstieg beginnen. Nach einem kurzen Blick zurück auf die Uferpromenade von Zarautz folgte ich also der Uferstraße auf dem gut ausgebauten Fußweg Richtung Getaria. Meine Füße liefen wie von selbst, vermutlich auch, weil ich heute gefrühstückt hatte, nach Getaria, einem kleinen Fischerdorf. Durch den Ort blieb ich an einem Straßencafé hängen und gönnte mir ein weiteres Frühstück, Café con Leche und ein Crossant, heute läuft es! Weiter ging es nun wieder dem offiziellen Jakobsweg folgend  nach Askizu, wobei mich fast den ganzen Weg das „Nicht kacken“-Schild beschäftigte. War es tatsächlich das, wonach es offensichtlich aussah, ein simples „Nicht kacken“-Schild aufgestellt von einem pilgerüberdrüssigen Anwohner oder war es der Stille Protest eines zum sitzen gezwungenen Stehpinklers? Auf welche Gedanken man auf dem Camino nur kommt, sensationell.
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