Heute stand nochmals eine lange Etappe nach Pedrouzo, 20 Kilometer vor Santiago de Compostela an. Nach einem kleinen Frühstück im Hotel startete ich um 6:30 Uhr bei strömenden Regen.
Der Camino führte über die AC-934 aus der Stadt heraus bis nach Ponte Pedra, dort verlässt er sie nach links um gleich darauf wieder rechts auf eine noch kleinere Landstraße abzubiegen. Diese führt durch die die Orte Castro und Madelos nach Corredoiras und folgt dort kurz der AC-234 nach Gandara (Boimorto).
Hier machte ich in einer Bar kurz halt für ein Frühstück und um mich kurz aufzuwärmen, es hat die meiste Zeit geregnet und auch die Temperaturen waren im einstelligen Bereich. Nach Gandara teilt sich der Camino auf und je nachdem welche Route man nimmt, trifft man früher oder später auf den Hauptweg, den Camino Frances. Ich habe mich für die mittlere Variante entschieden, welche kurz vor Brea auf den Camino Frances trifft, bis dahin waren es aber noch knapp 20 Kilometer tiefstes Outback ohne jegliche Versorgung, sprich Bars oder Tavernen.
Nach ca. 17 Kilometer sah ich eine Ort mit großer Kirche und freute mich schon, nach dem Motto, wo es eine große Kirche gibt, gibt es auch ein Wirtshaus. Nicht so in Galizien, hier wird nur das Seelenheil versorgt, grumel. Also ging es weitere 3 km durch die Einöde, aber in Brea gehörte mir die erste Taverne für ein deftiges Pilgermenue und da es nur noch knapp 6 Kilometer bis zum Etappenziel waren gab es auch ein Bierchen dazu. Ab Brea merkte man auch, dass man jetzt auf dem Hauptweg war, erstens sprang die Anzahl der Pelegrinos sprunghaft an,
mir sind auf den nächsten 5 Kilometern mehr Pilger über den Weg gelaufen als die letzten 4 Wochen zusammen und auch die Anzahl der Bars, Tavernen und Alberges in den Ortschaften übertraf gefühlt deren Einwohnerzahl. Die letzten Kilometer ging es dann wieder im strömenden Regen, eigentlich war das heute ein typischer Apriltag, Regen in Strömen im halbstündigen Wechsel mit Sonnenschein, auf kleinen Seitenstraßen parallel zur N-547 nach Pedrouzo meinem heutigen Etappenziel. Jetzt sind es noch 19 Kilometer bis zur Kathedrale von Santiago, bin gespannt, was mich erwartet.
Erkenntnis des Tages
Der Camino del Norte war die Richtige Wahl
Danke an meine liebe Claudia für die Motivation und das Abendessen.
Buen Camino
Klaus

























Schreibe einen Kommentar