Auch heute ging es wieder gegen 8:00 Uhr auf den Camino, leider etwas übermüdet, denn letzte Nacht war wohl Party in Pontevedra angesagt und gefühlt hat alle 5 Minuten einer oder eine eine Flasche im Altglascontainer entsorgt. Aber was hilft‘s, inzwischen läuft mein Körper im Schlaf, bzw. schläft beim Laufen.
Eigentlich wollte ich heute ja über die Variante Espiritual nach Santiago laufen, habe aber gelesen, dass die Bootspassage nur durchgeführt wird, wenn genügend Pilger (min. 8) teilnehmen. Da dies ggf. unnötige Wartezeit bedeutet hätte, bin ich dann doch die traditionelle Route gelaufen. In Pontevedra ging es über die Ponte del Burgo über den Fluß und danach gleich links in eine kleine Seitenstraße vorbei an der geöffneten Tür einer extrem lecker duftenden Backstube, ich war kurz davor, mir ein frisches Croissant vom Blech zu klauen. Keine Sorge, hab ich nicht. Weiter ging es über kleine Straßen hinaus aus Pontevedra nach Alba, San Caetano, Leborei und O Castrado.
Nach O Castrado verlässt der Camino die Straße und führt über einen schönen Waldweg nach San Amaro, auf halben Weg dorthin habe ich Anna wieder eingeholt, die wie immer früher gestartet war. Gleich wenn man nach San Amaro reinkommt, gibt es links ein sehr gutes leicht zurückversetztes Café „A Pousada do Peregrino“, sehr zu empfehlen, hier gab es gleich mal einen Café con Leche und ein süßes Teilchen.
Frisch gestärkt liefen wir weiter über nach Briallos vorbei ein einem kleinen Park mit schönen Kettensägenschnitzereien und wenig später einem schönen Graffiti an der Eisenbahn. Bei Briallos passierten wir auch den 50 km Wegstein, es wird weniger. Weiter ging es auf Feldwegen und kleinen Seitenstraßen über Tivó nach Caldas de Reis, hier war dann das deftige Frühstück mit Bocadillo Con Jamon y Queso fällig. Weiter ging es vorbei an den Orten Santa Mariña de Carracedo, Casalderrique, O Pino bis Pontecesures weitgehend über Wald- und Feldwege mit vielen Höhenmetern auf und ab.
In Pontecesures geht es über den Rio Ulla nach Aduana und dann entlang dem Rio Sar nach Padron. Anfangs führt der Camino am wenig einladenden Rand von Padron entlang, mündet aber dann nach dem Mercado de Abastos de Padron in Park Praha Cantón Igrexa an dessen Ende die Statue der aus Padron stammenden Schriftstellerin Rosalía de Castro steht. Über kleine Seitenstraßen geht es dann nochmals über den Rio Sar nach Iria Flavia und an der N-550 entlang nach Pazos, meinem heutigen Etappenziel.
Erkenntnis des Tages
Es wird ernst, morgen geht es auf die finale Etappe nach Santiago de Compostela
Buen Camino
Klaus


































Wahnsinn, was das für ein zügiger Weg war. Ich plane 6 Wochen:-).
Solltest Du morgen auf ein amerikanisches Ehepaar treffen, Lauran und Steven, beide 70, dann bitte umarme sie fest von mir. Es sind Freunde von 2018 vom CF und sie kommen auch morgen an. Und für Dich morgen einem wunderbaren Empfang. Lg Anke
Ich werde nach den Beiden Ausschau halten und jeder geht so wie er oder sie eben kann. Wichtig ist der Weg, Bonus ist Ankommen.
Buen Camino
Klaus
Genieße die letzte Etappe! Danke für die tollen Eindrücke!
Bb
Peter