Mein Reisetagebuch auf den verschiedenen Caminos

Etappe 13 – Cóbreces nach Colombres

Der heutige Tag begann gut und zugleich ungewiss. Gut, weil obwohl es in der Posada eigentlich erst ab 8:30 Uhr Frühstück gibt, denn der Bäcker bringt erst kurz vorher die Brötchen, mir der Hausherr bereits um 7:30 Uhr ein leckeres Frühstück bereitete. Fragwürdig, weil ich nicht wusste, ob das technische Problem schnell gelöst werden konnte und ich somit im Zweifel war, wie ich meine Freunde und Leser weiter mit meinen Texten versorgen konnte.

Doch der Reihe nach, ich startete also um kurz vor 8:00 Uhr nach einem leckeren Frühstück und lief von der Posada aus entlang der CA-131 nach Comillas, am Ortseingang begrüßte mich eine kleine Bucht und ein Regenschauer. Es sah nicht wirklich nach meinem Tag aus, Gottseidank war da gleich ein Bushäuschen und ich konnte mir mehr oder weniger trocken, akrobatisch meinen übergroßen Regenponcho überstreifen. Am Ortsende von Comillas hatte der Regen bereits wieder aufgehört und ich war froh aus meinem Saunaüberzug wieder herauszukommen. Hier folgte nun der gut ausgebaute Fußweg der Straße durch den schönen Parque Natural de Oyambre (eine Art Naturschutzgebiet) vorbei an der Playa Oyambre nach San Vicente de la Barquera. Da es Zeit für ein obligatorisches 2. Frühstück war, verließ ich den Camino und steuerte ein nettes Café im Ort an. Zurück auf dem Camino führte der Weg über einen leichten Anstieg, überquerte die Autobahn, weiter über Feldwege nach weiteren 8 Kilometern nach Serdió. Zeit für ein deftiges Pilgermahl, Vorspeise Salat, Hauptspeise eine Art Schweinshaxe mit Pommes. Hier bekam ich auch die Nachricht, dass das technische Problem gelöst ist und ich wieder gewohnt Bilder und Texte einstellen kann, eine gute Nachricht. Zum Glück ging es die nächsten Kilometer nach Pesués leicht bergab, das kam meinem im Suppenkoma verweilenden Organismus entgegen. Kurz vor Pesués gab mir der Camino noch ein Zeichen, dass er sich über meinen Leser und Kommentarschreiber Bob freuen würde. Von Pesués folgte der Camino den Gleisen bis Unquera, der letzten Station in Kantabrien. Hier konnte ich auch nochmal einen Blick auf das kantabriesche Gebirge werfen und war froh, dass ich da drumherum lief und nicht darüber. In Unquera ging es über den Rio Deva nach Asturien und über einen langen knackigen Anstieg in der Nachmittagshitze nach Colombres meinem heutigen Tagesziel.

Vielen Dank an die heutigen zahlreichen Unterstützer:
Unserem Freund Erich für den Snack Zwischendurch, war mein 2. Frühstück,
den lieben Kaspers aus Kerpen für die Übernachtung
und natürlich meiner lieben Frau für das Essen und die Motivation

Erkenntnis des Tages:

Auch ein Anfangs triester Tag, kann mit Sonne enden

 

Buen Camino
Klaus

1 Kommentar

  1. Bob

    …den Camino ist Bob in seinem vorherigen Leben schon mal gelaufen. 🤠

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