Da ich auf dem brettharten Bett sehr schlecht geschlafen hatte, ging es heute bereits um 6:45 Uhr auf den Camino. Aus Viana do Castello gibt es 2 Varianten, eine welche etwas mehr im Landesinneren durch die Dörfer verläuft und die andere, welche konsequent der Küstenlinie bis Villa Praia de Âncora folgt.
Ich habe mich für letztere entschieden und das war definitiv die richtige Wahl. Für alle, die die Wise Pilgrim App verwenden, es ist die rote Route. Am Ortsende von Viana do Castello wechselt der Weg von der Straße auf einen gut ausgebauten und gesandeten Weg entlang der wunderschönen Küste. Die Orte Areosa und Carreço lässt man rechts liegen, wobei der Weg um Carreço herum sich kurz zu einem kleinen, aber gut machbaren Pfad wandelt. Nach Carreço verläuft der Weg dann vorbei an Cruzeiro teilweise auf Holzpfaden oder kleinen Kopfsteinpflasterwegen bis Vila Praia de Âncora, wobei man vor Vila Praia sogar ca. 400 m durch die Sanddüne laufen muss.
Über eine Fußgängerbrücke über den Rio Âncora erreicht man dann die Stadt, hier geht es auf einem gut ausgebauten Rad/Fußweg bis zum Ortsende. Kurz hinter Vila Praia de Âncora biegt der Camino dann wieder links ab und folgt auf einem guten Fußweg der Küste bis Moledo. Hier habe ich dann Anna wieder eingeholt und es gab in einem hübschen Café an der Straße erstmal ein kleines Frühstück. Von Moledo folgt der Camino dann der Hauptstraße bis zum Kreisverkehr vor Caminha, ab hier folgt er einen kleinen Seitenstraße bis in die Stadt und zum Fährterminal. Am Fährterminal haben wir dann aber erfahren, dass diese seit 3 Jahren schon nicht mehr regelmäßig bis gar nicht mehr verkehrt und wir auf ein Wassertaxi ausweichen müssen.
Die Zeit bis das Wassertaxi kam, haben wir ein letztes Mal für Pastais de Nata verwendet. Am Fährterminal wurden wir dann von einem Herrn mit klapprigen Geländewagen abgeholt und ca. 3 km wieder zurück zum Bootsanleger beim Campingplatz gefahren und von dort setzten wir mit dem Taxi Boat (Telefon +351913254110) über, die 3 km hätten wir uns sparen können. Also für alle nachfolgenden Pilger, am Ortseingang von Caminha, auf Höhe des Hotels Porta do Sol links abbiegen Richtung Campingplatz und nach ca. 600 m erreicht man auf der rechten Seite den Bootsanleger, am besten vorher o.g. Nummer anrufen und Überfahrt beauftragen (Kosten 6€ pro Person, Stand März 2023).
In Spanien folgten wir dann auf Holzpfaden wieder der Küste, bis wir in A Guarda dann wieder auf den Camino trafen, von wo aus er, wie überall in Spanien, hervorragend ausgeschildert ist. In Area Grande gab es dann in einem Café direkt am Strand einen erste Café con Leche auf Spanischem Grund.
Weiter führte der Weg teilweise entlang der Hauptstraße auf einem großzügig davon getrennten Fuß- und Radweg, bzw. auf kleinen Feldwegen entlang der Küste vorbei an den Orten Portocelos und Oia nach Villadesuso unserem heutigen Etappenziel. Am Abend gab es im gegenüber liegenden Restaurante Lugar noch ein hervorragendes und günstiges Pilgermenü (Vorspeise Tintenfisch in schwarzen Linsen, Hauptspeise Seehecht auf Kartoffelschaum). Vielen Dank an Klaus und Annette für die heutige Einladung.
Erkenntnis des Tages
Das war die mit Abstand schönste Etappe auf dem gesamten bisherigen Caminho Portuguese
Buen Camino
Klaus






























































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Danke für deine schönen und ausführlichen Berichte und Bilder.