Die heutige Etappe hätte eigentlich in Luarca enden sollen, jedoch habe ich den Plan ohne Petrus und den Camino gemacht. Doch der Reihe nach, da es eine 40 Kilometer Etappe werden sollte, habe ich um 7:00 Uhr das Hotel verlassen und habe mir gleich mal meinen Poncho übergezogen, es goß in Strömen.
Kurz hinter Soto de Luiña kürzt der Camino über einen Feldweg die Schleife der Straße ab, ich bin aufgrund des matschigen Weges aber auf der Straße geblieben. Kurz darauf teilt sich der Camino, Variante 1 ist entlang eines Bergrückens die nächsten 20 Kilometer durch die Natur zu laufen oder Variante 2 weitgehend entlang der Straße in Küstennähe. Aufgrund dass es die ganze Nacht geregnet hatte und aktuell auch nicht besser aussah, entschied ich mich für Variante 2. Es stellte sich jedoch heraus, dass auch diese diverse Abkürzungen durch die einzelnen Täler nahm und dadurch nicht unerheblich Höhenmeter sammelte und
was noch schlimmer bei diesem Wetter war, permanent entlang matschiger Feldwege/Bachläufe führte. Es dauerte keine 4 Kilometer und ich musste um einen Bachlauf zu überqueren über mehrere Steine balancieren, was mit meinem widerspenstigen dicken Kumpel (Rucksack) natürlich schief ging und ich landete mit beiden Füßen im Wasser, von nun an ging es also mit nassen Füßen weiter. Die nächsten Kilometer führten also vorbei an Albuerne, Novellana, Castañeras, Santa Marina und Ballota immer auf und ab durch diverse Täler und wasserführende matschige Feldwege.
In Santa Marina hatte die einzige Bar am Ort wenigstens geöffnet und ich konnte im Trockenen ein einfaches Frühstück mit heißem Café con Leche zu mir nehmen. Nach Ballota bog der Camino rechts Richtung Küste ab und ich wurde heute das erste mal für die Strapazen an der wunderschönen Brandung der Steilküste und des Steinstrandes entschädigt.
Selbst bei diesem Wetter, oder gerade bei diesem Wetter, verspürt man hier soviel Energie, dass man gar nicht wieder gehen möchte. Danach ging es über matschige Wege wieder aus dem Tal heraus nach Tablizo um kurz darauf wieder zur Steilküste zu laufen, abermals ein tolles Bild. Kurze Zeit folgte der Camino der N-632a bevor er wieder durch einTal nach Cadavedo abkürzte. Da das heutige Tagesziel Luarca nicht mehr zu erreichen war, entschied ich mich bis zu meinem heutigen Minimalziel Canero weitgehend entlang der N-632a zu laufen, da ich echt keine Lust mehr auf „Camino-Short-Cuts“ hatte. Müde und mit aufgeweichten Füßen kam ich dann in Canero an.
Erkenntnis des Tages
Spanische Feldwege sind nichts für Regen
Vielen Dank an meine heutigen Unterstützer:
Erich für das gesponserte Sandwich,
meine liebe Claudia für die Motivation und Abendessen
und einen ganz besonderen Dank nach Belarus an Diana, Ariana und ihre Mama für die Übernachtung.
Buen Camino
Klaus































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