Die heutige Etappe begann entspannt kurz nach 7:00 Uhr und führte vorbei am Denkmal von Carlos I., meinem heutigen Guten-Morgen-Selfie-Partner. Kurz darauf bog der Camino an der Kirche Santa Maria de la Olivia links ab und führte entlang der AS-255 aus der Stadt nach La Ferrería.
Dort überquert er den kleinen Rio de la Ria und durchquert kurz darauf das Dorf La Parra. Hinter La Parra traf ich Clara, eine junge Frau aus Wien, aber eigentlich aus Karlsruhe. Clara lief den Camino seit Santander und wir liefen die nächsten Kilometer gemeinsam. Weiter ging es nach Casquita, hier teilt sich der Camino zweimal, an der ersten Abzweigung kann man den Camino del Norte verlassen und kommt nach Oviedo, den Startpunkt des Camino Primitivo. An der 2. Abzweigung kann man entweder rechts der Straße folgen (ist kürzer) oder über Niévares laufen (etwas länger).
Ins Gespräch mit Clara vertieft ist uns/mir diese Abzweigung nicht aufgefallen und so sind wie dann auf der Route über Niévares gelandet. Nach Niévares verlässt der Camino die VV-9, um über einen steilen Feldweg den ersten Anstieg nach Peon zu erklimmen. Hier war mir Clara zu schnell und ich ließ sie mit einem heiteren Buen Camino ziehen, oben angekommen traf ich sie dann wieder und wir sind dann wieder gemeinsam die Straße nach Peon bergab gegangen. Da es in Peon eine offensichtlich große Herberge gibt, welche schon in Cantabrien (!) auf kleinen Schildern am Camino für sich wirbt, haben wir uns beide auf ein kleines Frühstück dort gefreut.
Aber es kam wie es kommen musste, die angegliederte Taverne öffnete erst ab 12:00 Uhr. So war also Selbstversorger Frühstück angesagt, wir teilten was wir im Rucksack hatten, machten eine kurze Pause und dann ging es weiter Richtung Deva, der letzten Station vor Gijón. Allerdings begann kurz hinter Peon die nächste schweißtreibende Bergetappe und ich ließ Carla abermals ziehen, um sie oben glücklich mit einem Café con Leche auf einer Bank sitzen zu sehen. So kam ich dann auch noch zu meinem Kaffee, diesmal,startete ich dann als erster und verabschiedete mich mit den Worten, ich müsse etwas Vorsprung für den nächsten Anstieg herauslaufen und einem Buen Camino.
Da es keinen Anstieg mehr gab, es ging von nun an weitgehend bergab nach Deva, haben wir uns nicht mehr getroffen. Ich wünsche Carla noch einen schönen restlichen Camino und eine gute Heimreise nach Wien. Ab Deva führt der Camino weitgehend durch Stadt- und Industriegebiet. Als Alternative bietet sich hier der Wanderweg Senda de Peña Francia an, welchen ich gelaufen bin. Der Weg führt hinter alten Universität vorbei am Botanischen Garten und einem Golfplatz,
im weiteren Verlauf durch Gijón verläuft er auf eigenen Gehwegen abseits der Straße vorbei am Fußballstadion bis zur Playa de San Lorenzo, nicht weit von dort habe ich ein nettes Zimmer über AirBnB in der Altstadt gebucht, von wo aus ich morgen die Stadt erkunden werde.
Vielen Dank an Klaus R. für das Frühstück (kann ich erst morgen einlösen) und an meine geliebte Frau Claudia (mit der ich heute übrigens genau 20 Jahre zusammen bin ❤️) für die diversen Abendessen und die Motivation.
Erkenntnis des Tages:
In Begleitung läuft die Zeit schneller
Buen Camino
Klaus
























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Ich bin bin den vorbereitungen für meinen letzen teil des Camino: Santander bis Compostella. Vielen dank fur die Beschreibung